Pflege | Glisten & Glow Balm und Oil

Posted in Pflege
on 21. September 2017
// enthält Werbung – Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos zugesendet

Heute möchte ich einen ersten Ausflug in die Indie-Kosmetik Pflege starten und gleich zwei Produkte von Glisten&Glow vorstellen. Hinter der Marke steckt Jill, welche vor im März 2010 G&G ins Leben gerufen hat.

Der Balsam begleitet mich schon lange und ist ein absolutes Top.Produkt. Der Oil Pen ist ganz neu und hat meinen “knusprigen” Herbsthänden sofort geholfen, also auch hier keine Beschwerden.

Die Inhaltsstoffe sind dieses Mal absolut problemlos lesbar. Einzig die Kennzeichnungsrichtlinien, die für Produkte auf dem deutschen (Drogerie-)Markt gelten, greifen hier womöglich nicht ganz.

Alle Teile dieser Reihe könnt ihr hier aufgelistet finden.

Die Inhaltsstoffe:

Balsam: shea butter, jojoba oil, coconut oil, beeswax, sweet almond oil, Castor oil, argan oil, vitamin e oil, acai berry botanical extract, grape seed oil, sunflower oil, tea tree oil, fragrance

Öl: jojoba oil, vitamin e oil, grape seed oil, sweet almond oil, sunflower oil, argan oil, castor oil, acai berry extract, tea tree oil, fragrance

Shea Butter:

Sie ist ein festes Öl, beziehungsweise fast schon ein Wachs, welches aus Nüssen des Magnifolia Baums gewonnen wird. Hauptbestandteil sind Ölsäuren, Stearinsäure und Linolsäure. Die Butter schmilzt bei Körpertemperatur und wird so schnell aufgenommen. Ihr werden Heilkräfte, Sonnenschutz, Anti-Aging Vorteile, sowie feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben.

Jojoba Oil:

Es stammt aus den nussähnlichen Samen eines Strauches. Das Öl enthält eine große Menge an Ceramid und ist dadurch ideal um Feuchtigkeit tief in die Haut und Nägel zu bringen. Jojobaöl hinterlässt keinen Fettfilm sondern zieht komplett ein und macht die Haut geschmeidig. Es lindert sogar harte und verhornte Stellen. Die Nägel werden dadurch deutlich fester und widerstandsfähiger. Auch diesem Öl werden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Es wird nicht ranzig und bleibt auch bei längerer Lagerung geruchsneutral. Um seine Wirkung voll entfalten zu können sollten mindestens 1% davon enthalten sein – als erster bzw. zweiter Inhaltsstoff laut Liste sollte dieses wohl erfüllt sein.

Coconut Oil:

Es ist wohl das gehypteste Öl vom letzten Jahr und wird aus dem weißen Nährgewebe der Kokosnuss gewonnen. Schon Studien aus den 1960-er Jahren haben die Wirksamkeit von Kokosöl bestätigt. Die Kombination der Inhaltsstoffe, besonders die enthaltene Laurinsäure, ist in der Lage Bakterien, Viren und Keime abzutöten ohne dabei empfindlichste Hautstellen zu reizen. Das Öl wirkt gegen Zeichen der Hautalterung, versorgt mit Feuchtigkeit und bildet eine Schutzschicht zwischen Haut und äußeren schädlichen Faktoren (u.a. Sonnenstrahlen). Kokosöl lindert außerdem Entzündungsherde bei Neurodermitis.

Beeswax:

Als solches werden Bienenwachspräparate beschrieben, welche zum Beispiel auch als Konsistenzgeber fungieren. Das Bienenwachs ist ein Ausscheideprodukt von Honigbienen, das zum Bauen von Waben benutzt wird. Besonders bei trockener, spröder und gereizter Haut wirkt es entspannend.

Sweet Almond Oil:

Süßes Mandelöl wird aus der schonenden Pressung von reifen, süßen Mandeln gewonnen. Es ist reich an Fettsäuren und kann dadurch auch in tiefe Hautschichten vordringen. Etwa 20% Linolsäure sind in Mandelöl enthalten und sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit auch in der Haut bleibt. Vitamin A sorgt für Hauterneuerung. Das Vitamin B verbessert die Aufnahme und Verarbeitung von anderen Vitaminen und verstärkt deren Wirkung. Vitamin E schützt vor freien Radikalen, welche für die Entstehung verschiedener Krankheiten verantwortlich gemacht werden. Es pflegt raue, empfindliche und schuppige Hände, wirkt Reiz lindernd und macht die Haut weich. Süßes Mandelöl wird vermehrt auch in der Babykosmetik verwendet.
Als Randinfo: neben süßem Mandelöl gibt es außerdem noch Bittermandelöl. Da dieses aber schädliche Blausäure enthält findet nur süßes Mandelöl Verwendung in Kosmetik und Küche.

Castor Oil:

Der Name hört sich für mich irgendwie radioaktiv an, aber im Endeffekt ist das nur der englische Name für Rizinusöl. Es wird aus dem Samen des Wunderbaumes gewonnen. Das Öl zieht besonders tief ein, versorgt mit Feuchtigkeit, schützt vor äußeren Einflüssen und regt die Kollagenproduktion an. Alleine angewendet zieht es Talg aus den Poren und sollte deshalb unbedingt mit einem Basisöl verwendet werden. Es kann Allergien auslösen und zu Rötungen bzw. Entzündungen führen.

glisten and glow cuticle balm

 

Argan Oil:

Arganöl wird aus den Samen des Arganbaums gewonnen und reich an Fettsäuren und Antioxidantien. Die etwa 80% ungesättigten Fettsäuren, die darin enthalten sind dienen als Befeuchter für Zellen, ohne die körpereigenen Mechanismen zu stören. Auch die pflegende Linolsäure ist enthalten Phystosterine, Triterpenoide und weitere sekundäre Pflanzenbestandteile in Arganöl sollen sogar krebserregende Stoffe neutralisieren.

Vitamin E Oil:

Es ist hautpflegend und sorgt für Zellschutz und Regeneration. Vitamin E Öl ist sehr dick und schmierig. Es existieren 8 unterschiedliche chemische Formen von Vitamin E, von denen nur Tocopherol (in Drogerieprodukten extra ausgewiesen) den menschlichen Bedürfnissen nachkommt. Nicht jedes Vitamin E Öl enthält auch alle 8 Formen. Außerdem macht es das Produkt länger haltbar.

Acai Berry Botanical Extract:

Die Acai (ausgesprochen ass-a-i) Beere ist aktuell wohl das Superfood schlechthin. Stammen tut sie aus dem Norden Brasiliens. Die Beere ist reich an Antioxidantien und somit eine gefeierte Anti-Aging Waffe, auf die sogar Showgrößen wie Oprah zählen. Die Anthocyanine und Polyphenole wirken intensiv feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend.

Grape Seed Oil:

Traubenkernöl wird aus den Kernen von Weintrauben gewonnen. Um einen einzigen Liter zu gewinnen müssen ca 40 kg Kerne gepresst werden. Im kaltgepressten Öl sind Unmengen an Vitaminen und Antioxidantien. Dadurch wird es zu einer Wunderwaffe im Kampf gegen Altererscheinungen. Die Haut wird genährt, geschmeidig, weich und gepflegt. Es kann tief in die Haut einziehen und somit die Wirkstoffe auch in tiefe Hautschichten transportieren.

Sunflower Oil:

Es gibt verschiedene Arten von Sonnenblumenöl. Zum einen gewonnen aus der natürlichen unveränderten oder durch Selektion (aber nicht gentechnisch!) veränderten Blume. Hauptunterschied besteht zwischen der Menge an enthaltener Ölsäure (20% vs. 80%).
Im Falle des Pflegepens erkennt man, dass das Sonnenblumenöl als Streckung für das Mandelöl verwendet wurde, da diese beiden Komponenten direkt aufeinander folgen. Die Bezeichnung “Mandelöl für kosmetische Anwendung” wird häufig als Mischung von den beiden Ölen verwendet.
Im Sonnenblumenöl ist viel Tocopherol enthalten, welches sowohl das Einziehungsvermögen in die Haut fördert, als auch für Regeneration, Zellschutz und Anti-Aging. Nichtsdestotrotz gehört für mich persönlich Sonnenblumenöl in die Küche und nicht unbedingt in ein hochwertiges Nagelpflegeprodukt, da es recht instabil ist und dadurch nicht endlos haltbar.

Tea Tree Oil:

Es zählt zu den wertvollsten Pflanzenölen der Welt. Besonders seine schonende antibakterielle Wirkung unterstützt die Haut in der Heilung und Gesundheit als eine Art natürliches Antibiotikum. Obgleich bei einem Anteil von unter 1% im Endprodukt es nicht seine volle Wirkung entfalten kann.

Fragrance:

Fragrances werden häufig in Kosmetika benutzt und steht unter Verdacht (bei Allergikern) Hautsensitivitäten, Ausschläge usw. zu verursachen.
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Fazit:

Die Inhaltsliste ist für mich wirklich sehr, sehr ansprechend.  Die enthaltenen Pflegeöle sind nicht durch Konservierungsstoffe und ähnliches weniger wert, trotzdem kann ich über die Güte der verwendeten Öle anhand der Liste nicht urteilen.
Die Pflegewirkung von beiden Produkten hat mich komplett überzeugt. Aktuell habe ich sehr mit trockener Haut zu kämpfen und der Wetterumschwung hilft mir damit überhaupt nicht.
Der Balm hat den Vorteil in der Anwendung – er ist einfach auf die Nagelhaut zu spachteln und kann so ohne Geschmiere einziehen. Ich mag einfach, dass man damit normal weiterarbeiten kann ohne einen Ölfilm auf allem zu hinterlassen was man berührt. Durch die eigene Handwärme oder etwas Hilfe durch einen Föhn wird der Balsam weich und wird absorbiert. Er kostet 10.50$ und enthält ca. 15 ml.
Der Ölpflegestift ist der perfekte Begleiter für Handtasche und Co. Im Gegensatz zum Balm ist er außerdem Vegan. Ich habe mich bei Jill erkundigt und der Stift müsste zumindest bis zur Hälfte nachfüllbar sein, alles was man an Mechanik im Pen runter drückt lässt sich allerdings nicht wieder auffüllen. Bei 2-3 maliger Anwendung jeden Tag würde der Stift mit 2ml Füllung sonst etwas teuer auf Dauer. Das selbe Pflegeöl gibt es auch im regulären Nagellackfläschchen zu kaufen. Der Pen kostet ca. 7$, das Fläschchen mit knapp 15ml 8,50$

 

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